Herman Van Veen

Herman Van Veen - Zwei Reisende

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<b>Zwei Reisende</b> by <i>Herman Van Veen</i><br />Wie sollte ich dich vergessen können

nach so viel Taumel, Tränen, Tanz.

Wir könnten einander Verhängnis nennen,

wir kennen uns ganz.

Nie schmolz uns das Eis im Champagnerkübel,

die Wolken erblühten, ein Kopfstand der Zeit.

Und doch war ich nur dein kleineres Übel

gegen die Einsamkeit.

Zwei Reisende im Traumabteil,

flüchtige Blicke, leichtes Gepäck.

Der Rest der Welt schwitzte, hielt Maulaffen feil -;

wir flogen weg.

Dein Mann hat von dir keinen Schimmer verstanden,

du hast ihn verachtet, vergessen, verschluckt.

Ihr kamt euch schon lang vor den Worten abhanden:

ihr habt euch verguckt.

Du hast nach dem Feuerwerk Flüsse vergossen.

Du hauchtest, du taugtest partout nicht zum Glück.

Ich ließ dich, bekanntlich hat keiner geschossen,

zu ihm zurück.

Zwei Reisende im Traumabteil,

bebende Lippen, rissige Haut.

Das Hotel verwunschen, die Klippen steil

und alles auf Sand gebaut.

Den Uhrzeigersinn können Zwei nicht verbrennen.

Du tatest wie niemand mir Unrecht -; und gut.

Wie sollte ich dich vergessen können?

Du bleibst mir im Blut.

Du bleibst mir im Blut.

Zwei Reisende im Traumabteil,

schwindliger Halbschlaf, summendes Gleis.

Wir küßten den Herzriß sternschnuppenlang heil,

dann wurden wir Eis.

dann wurden wir Eis.

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